Macht aus Deutschland einen Wallfahrtsort
Lieber Leser, es war am 2. Februar, Maria Lichtmess, als ich während einer Hl. Messe vor der Statue einer Fatima-Madonna saß und betete. Dabei brachte ich der Madonna mein Bedauern vor, dass ich auf Grund meiner Krankheit, die mich seit 5 Jahren daran hindert, keine weitere Wallfahrt mehr machen zu können, wie ich sie von früher konnte. Da war ich in Lourdes, in Fatima, in Banneux, in Medjugorje und anderen Orten. Parkinson und Muskelschwund schränken meine Beweglichkeit einfach zunehmend ein. Als ich mit all dieser Trauer über diese Situation die Madonna ansah, sah ich ihr Lächeln, das mich tröstete und plötzlich erfüllte mich ein Gedanke, als wenn ihn mir die Gottesmutter als Botschaft gegeben hätte: Macht doch aus Deutschland einen Wallfahrtsort.
Lioba-Kirche in Petersberg von der Gedenkstätte des Marienküppels aus gesehen
Dieser Einfall erfüllte mich mit Freude und Begeisterung. Ja, das war es, es gibt so viele kranke, behinderte, alte und arme Menschen in unserem Land, denen es nicht möglich ist, eine größere, weitere oder teurere Wallfahrt zu machen. Ihnen gehört dieser Gedanke: ja, auch ihr könnt wallfahren, nämlich in eurer Nähe zu Wallfahrtsorten, die es in ganz Deutschland gibt, zu Gebetsstätten oder Gräbern von Heiligen oder auch zu den Orten, in denen die deutsche Fatima-Nationalmadonna gerade auf ihrem Weg durch die Bistümer Deutschlands, zu Gast ist. Diese Orte kann man erfahren auf der Internetseite: "Fatima bewegt". Es gibt zudem Fatimagebetsstätten in Büren und Lage in NRW. Zu bekannten Wallfahrtsorten in Deutschland zählen u.a.: Altötting, Kloster Andechs, Bogenberg, Wieskirche, MariaVesperbild, (alle 5 in Bayern) Walldürn (Baden-Württemberg) Stromberg, Werl und Kevelaer (alle 3 in NRW) und viele andere Orte, die, wenn ich sie hier alle nennen würde, die Seiten dieses Beitrages sprengen würden. Wir können allein oder in Gruppen wallfahren. Es hängt von der inneren Einstellung und dem Bedürfnis ab.
Altötting
Was bewegt uns? Sind es Bitten, Ängste oder ist es Dank, den wir Jesus oder Maria vortragen wollen. Wir können aber auch in Gruppen für die Gemeinde, Kranke oder den Weltfrieden beten. Eine Wallfahrt ist eine Reise oder auch kürzere Fahrt, zu einem heiligen Ort wie einer Kirche oder einem Gnadenbild, um Gott oder der Muttergottes näher zu kommen, um Buße zu tun, zu beten und zu danken. Indem ich mich auf den Weg mache, nehme ich auch Unbequemlichkeiten in Kauf, um ein Opfer zu bringen. Was immer mich auch motiviert, eines sollte das Wichtigste sein, nämlich mit allem, was ich tue, Gott oder der Gottesmutter meine Liebe zu erweisen. Diese Liebe soll getragen werden von jedem Gebet, dass wir sprechen, denn kein Gebet, keine Bitte, kein Dank geht dann verloren, und wie die Muttergottes sagte, können wir mit dem Rosenkranz sogar Kriege verhindern, was gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist.
Wir stehen jetzt am Beginn der diesjährigen, sommerlichen Wallfahrtszeit. Nehmen Sie es selbst in die Hand. Sprechen Sie mit Ihrem Ortsgeistlichen und organisieren Sie z.B. eine Krankenwallfahrt, eine Seniorenwallfahrt oder eine Kinderwallfahrt, oder Sie machen sich selbst, allein auf den Weg. Suchen Sie sich einen Wallfahrtsort in Ihrer Nähe. Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen. Die Situation erfordert es, dass die Menschen, die noch glauben, Gott die Ehre geben, damit der Glaubensverlust in unserer Heimat gestoppt wird und wir dem Himmel Wiedergutmachung für die vielen Sünden unserer Zeit anbieten können. Hierbei zählt jedes Opfer und Gebet, wie eben bei einer Wallfahrt, die sich hierfür besonders eignet.
Maria Brünnlein
Warten wir nicht auf die seltene Gelegenheit für eine große, weite, längere und teure Wallfahrt, sondern nutzen wir die Gelegenheit vielleicht öfter eine Wallfahrt in der näheren Umgebung zu machen, und wenn es nur eine Tagesfahrt ist. Damit können wir unserer Heimat neuen Glauben und damit auch die Gnade des Himmels vermitteln. Getragen werden sollte aber jede Wallfahrt durch die Liebe zu Jesus und Maria. Sie sind der Weg, der uns in die ewige Heimat, in den Himmel führt.
Ich wünsche Ihnen eine erfüllende und von liebendem Vertrauen getragende Wallfahrtszeit in Deutschland.
Gerd Schlüter.
Koordination der Pilgerreise der
deutschen Fatima-Nationalmadonna
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