Die Muttergottes hat nicht nur Freunde…
…das wird deutlich, wenn man die Beleidigungen anschaut, denen die Muttergottes weltweit ausgesetzt ist.
Was muss die Muttergottes nicht alles ertragen! Was muss Jesus selber nicht alles von uns undankbaren Menschen ertragen!
Allein, wenn wir Unsere Liebe Frau von Fatima und ihre Botschaft betrachten, wird klar, welch ein Widerstand, ja welch ein Hass ihr entgegengebracht wurde. Von Anfang an.
Die Muttergottes wünscht bei ihren sechs Erscheinungen zwischen dem 13. Mai und dem 13. Oktober 1917 von den drei kleinen Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta das tägliche Gebet des Rosenkranzes für den Frieden. Immerhin: die Erscheinungen finden ja mitten im 1. Weltkrieg statt. Und die freimaurerische Regierung Portugals hatte es sich zum Ziel gesetzte, die Kirche in Portugal binnen zweier Generationen total auszurotten. Da ziehen sich auch die Kinder als Mittler zwischen Himmel und Erde die Feindschaft der Machthaber zu.
Die Muttergottes erbittet von den Kindern aber nicht nur das Gebet des Rosenkranzes; sie bittet sie auch darum, Opfer zu bringen für die Bekehrung der Sünder und Sühne zu leisten für die Beleidigungen Gottes.
Bei ihrer letzten Erscheinung am 13. Oktober 1917 bittet die Muttergottes darum, am Ort der Erscheinungen eine Kapelle ihr zu Ehren zu erbauen.
Da die Erscheinungen der Muttergottes für die Freimaurer ein reinstes Ärgernis waren, setzte man alles daran, die Kinder als Lügner zu diffamieren und Verehrer der Muttergottes von der Cova da Iria, dem Ort der Erscheinungen, fernzuhalten.
Baubeginn der Kapelle war im April 1919; am 13. Oktober 1921 fand die erste hl. Messe dort statt.
Am 6. März 1922 wurde sie durch einen Sprengstoffanschlag zerstört, was den Freimaurern zugeschrieben wurde. Das Gnadenbild der Madonna blieb unversehrt, weil die Hüterin der Kapelle, Maria Carreira, es jede Nacht zur Sicherheit mit nach Hause nahm. Der Wiederaufbau der Kapelle begann im Dezember desselben Jahres.
Bereits am 13. Juli 1917, bei ihrer 3. Erscheinung in Fatima, kündigt die Muttergottes an, dass Gott in der Welt die Andacht zu ihrem Unbefleckten Herzen begründen will, sowie die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz.
Beides wird in weiteren Erscheinungen der Muttergottes in den Jahren 1925 (in Pontevedra) und 1929 (in Tuy) näher konkretisiert.
Am 10. Dezember 1925 erscheint U.L.F. von Fatima erneut, diesmal zusammen mit dem Jesus-Kind. Die Kinder Francisco und Jacinta sind mittlerweile verstorben, und Lucia ist bereits ins Kloster der Dorotheen in Pontevedra/ Nord-Spanien eingetreten.
Zuerst spricht das Jesus-Kind:
„Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt leisten würde, um sie herauszuziehen.“
Die Muttergottes bestätigt die Worte des Jesus-Kindes, spricht eine Bitte aus und macht ein großes Versprechen:
„Meine Tochter, siehe mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen es die undankbaren Menschen durch Lästerungen und Undankbarkeit ständig durchbohren. Bemühe wenigstens du dich, mich zu trösten und mache bekannt, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mit mir eine Viertelstunde verbringen, indem sie die Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten, in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten. ”
Diese Erscheinung und dieses Gespräch zwischen dem Jesus-Kind, der Muttergottes und Sr. Lucia sind der Ursprung der „Fünf Ersten Samstage“, bei uns die sogenannten „Herz-Mariä-Sühnesamstage“.
Später (bei der Anbetung am 29./30. Mai 1930) fragte Sr. Lucia Jesus einmal, warum es denn 5 Samstage sein sollen. Jesus antwortete ihr: „Meine Tochter, es gibt 5 Arten der Lästerungen und Beleidigungen gegenüber dem Unbefleckten Herzen Mariens:
1. Die Lästerung gegenüber ihrer Unbefleckten Empfängnis,
2. Die Lästerung gegenüber ihrer Jungfräulichkeit,
3. Die Lästerung gegenüber ihrer Gottesmutterschaft und gleichzeitig die Ablehnung Mariens als Mutter aller Menschen,
4. Die Lästerungen derer, die öffentlich in die Kinderherzen Gleichgültigkeit, Verachtung und sogar Hass gegenüber dieser Unbefleckten Mutter zu säen versuchen,
5. Die Lästerungen derer, die Maria direkt in ihren heiligen Bildern beleidigen.“
Während die ersten Beleidigungen eher verbaler Natur sind, sind die Beleidigungen Mariens in ihren heiligen Bildern ganz konkret, für jeden sichtbar: Beschädigungen oder Verschmutzungen ihrer Bilder, Schmierereien, Zerstörung ihrer Statuen und Kapellen.
Nehmen wir uns die Beleidigungen Mariens zu Herzen – und das sind ja zugleich Beleidigungen Gottes – und leisten wir Sühne.
Bemühen wir uns, regelmäßig die Herz-Mariä-Sühnesamstage zu feiern – für uns, für die Bekehrung der Sünder, für die Rettung der Seelen, die Gott und das Unbefleckte Herz Mariens so furchtbar beleidigen.
Wir müssen bedenken: Wer die Muttergottes lästert, der lästert automatisch auch Gott. Denn Gott hat sich Maria als ganz reines, makelloses Geschöpf geschaffen, mit einem unbefleckten Herzen. Die Beleidigungen Mariens können nicht hingenommen werden. Für die Beleidigungen Mariens muss Sühne geleistet werden.
Wenn wir also die Beleidigungen, Lästerungen, Frevel der Muttergottes gegenüber wahrnehmen, dann bitte leisten wir doch Sühne, Wiedergutmachung dafür. Das Jesus-Kind und seine Mutter haben uns in Pontevedra erklärt, was wir tun sollen, welche Sühneakte wir leisten sollen, um die Dornen aus ihrem Unbefleckten Herzen zu ziehen.
An 5 aufeinanderfolgenden ersten Samstagen:
+ beichten.
+ die heilige Kommunion empfangen.
+ den Rosenkranz beten.
+ der Muttergottes 15 Minuten lang Gesellschaft leisten und dabei über das Leben Jesu nachdenken, z.B. indem wir ein oder mehre Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten.
Das alles in der Intention, der Mutter Gottes Wiedergutmachung zu leisten.
Lassen wir uns von der Muttergottes mit den Worten ansprechen:
„Bemühe wenigstens du dich, mich zu trösten.“
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